Was ist Po.et?

Was ist Po.et? Zeitstempel oder ewiger Fingerabdruck? Acht Jahre, nach der Veröffentlichung vom Bitcoin-Whitepaper, entstand die Idee zu Po.et und seinem Protokoll auf der Blockchain. Bei uns erfahrt ihr, wie es funktioniert und welchen Nutzen es bietet.
Was ist Po.et? Zeitstempel oder ewiger Fingerabdruck? Acht Jahre, nach der Veröffentlichung vom Bitcoin-Whitepaper, entstand die Idee zu Po.et und seinem Protokoll auf der Blockchain. Bei uns erfahrt ihr, wie es funktioniert und welchen Nutzen es bietet.

Was ist Po.et? In manchen Beiträgen auf unserer Website ist euch vielleicht ein kleines Kästchen mit einer Feder und der Inschrift „Verified on Po.et“ aufgefallen, richtig? Keine Panik, das Teil hat nichts mit euch zu tun. Dennoch ist es eine sehr spannende Sache und gerne möchten wir an dieser Stelle ein wenig mehr dazu erklären.

Stellt euch ein Tool vor, mit dem Medienschaffende ihre digitalen Werke sichern können – und zwar mit sogenannten „Zeitstempeln“. Auf Basis der Blockchain-Technologie werden hierbei digitale „Fingerabdrücke“ hinterlegt, die beweisen können, dass ein Werk nicht verändert oder manipuliert wurde. Auf unserer Website nutzen wir dieses Tool in Form jener kleiner Kästchen in unseren Beiträgen und sichern damit unsere Arbeit ab. Ein zusätzliches „Gütesiegel“, wenn man so mag.

Dieses Gütesiegel nennt sich vereinfacht „Po.et“ und präsentiert sich als universelles Werkzeug und zugleich digitales Kassenbüchlein (Ledger) für kreative Arbeiten und deren Nachverfolgung. Gestärkt durch eine weltweite Community und das Po.et-Protokoll, können damit digitale Werke anhand ihrer Metadaten und Eigentumsinformationen authentifiziert und verwaltet werden – und zwar dezentral.



Was macht Po.et so besonders?

Po.et ist eine Weiterentwicklung des „Proof of Existence“ – der ersten nicht-finanziellen Anwendung der Blockchain. Durch die Realisierung einer offenen Plattform auf der Bitcoin-Blockchain zielt Po.et darauf ab, eine weltweit überprüfbare Bilanz von digitalen Medien bereitzustellen.

So wie die Blockchain-Technologie unsere Finanzindustrie revolutioniert hat, möchte das Projekt Po.et die Verlagsbranche verändern. Mit dem genannten Ledger für kreative Arbeiten soll eine neue Plattform für weitreichende Medienanwendungen geschaffen werden.

Problemlösung für Content-Ersteller

Wie kann garantiert werden, dass eine veröffentlichte Arbeit nicht kopiert oder unpassend bewertet wird? Eine gute Frage, doch fangen wir lieber weiter vorne an: Der Existenznachweis ist eine Dienstleistung, die zu einem bestimmten Zeitpunkt die Existenz eines Inhalts nachweist. Die Erbringung solcher Nachweise ist wichtig, weil dadurch die Authentizität eines digitalen Dokuments zu einem späteren Zeitpunkt nachgewiesen werden kann.

Verantwortliche die solche Nachweise erbringen, hatten es bisher schwer Aspekte digitaler Arbeiten (auch „Assets“ genannt) als „echt“ anerkennen zu können. Nun tritt Po.et auf den Plan. Um eine lizenzierte und Monetarisierte Plattform dieser Art etablieren zu können, hat sich das Projekt-Team die folgenden Fragen gestellt:

  • Wie kann Po.et als dezentrales System aussehen?
  • Welche Informationen sind nützlich, vertrauenswürdig oder authentisch?
  • Wie Können mit Po.et authentifizierte Werke als Kopien entlarvt werden?
  • Können wertige von „wertfreieren“ Inhalten getrennt werden? (z. B. Fake-News)

Mit Content-Erstellern, Verlagen und Kuratoren könnten mithilfe von Token-kuratierten Marktplätzen die richtigen Antworten gefunden werden.

Das Team hinter Po.et hat bereits eine Vielzahl solcher Marktplatz-Modelle entwickelt, um den Nutzen, die Vertrauenswürdigkeit und die Genauigkeit von digitalen Assets zu ermitteln. So ein „Marktplatz“ ist eine kuratierte Auswahl von Po.et-Assets. Sie existieren als eine Art „Signalmechanismus“, um die Entdeckung von qualitativ hochwertigen Inhalten zu fördern.

Po.et-Assets bieten einen wirtschaftlichen Anreiz die die oben genannten Aspekte neuer Inhalte von ihren Nutzern zu kuratieren und an Involvierte weiter auszulagern. Beispielsweise könnte so ein Marktplatz für Illustrationen erstellt werden. Wenn dieser Marktplatz eine wirtschaftlich wichtige Rolle spielt (nehmen wir einmal an, für die Bereitstellung von hochwertigen Social-Media-Inhalten), könnte es von Vorteil sein, diesem Marktplatz beizutreten.

Jeder Marktplatz kann einzigartige Methoden implementieren, um zu entscheiden, welcher Inhalt wertvoll und vertrauenswürdig ist. Je höher der Nutzen eines Marktes ist, desto eher wird seine Version der „Echtheit“ bei den Endnutzern ankommen. Der Marktplatzwert und sein inhaltliches Ranking dienen als Messwerte, anhand entschieden werden kann, welchen Inhalten vertraut werden kann. Aber was ist Po.et im Detail?

Der Po.et-Token (POE)

Platzierungen

Jeder Content-Ersteller kann eine Platzierung seiner Inhalte auf vorhandenen Martkplätzen beantragen, indem er sich an den ausgesuchten Marktplatz bzw. seine Kuratoren wendet und eine entsprechende Einzahlung mit den Po.et-Tokens durchführt.

Umfragen

Marktplätze werden durch Umfragen nach vorgegebenen Richtlinien organisiert (kuratiert). Der Po.et-Token (POE) dient dabei als wirtschaftliches Tauschmittel und soll Anreize für Teilnahmen und die Inhaltspflege schaffen.

Einnahmen

Nutznießer von Marktplätzen sind Verlage, Kuratoren oder weitere Mitglieder, die die Rechte an digitalen Assets lizenzieren möchten. Auf der Po.et-Plattform kann eine unbegrenzte Anzahl unterschiedlicher Marktplätze geschaffen werden.

Analysen

YouTube und andere Plattformen beschäftigen ortsgebundene Analysten, um unpassende Inhalte zu überprüfen. Jeder Po.et-Marktplatz kann dagegen ein dezentralisiertes Moderatoren-Team aus der eigenen Community befähigen.

Beispielszenarien

Plagiatdetektor

Tobi wird durch den Plagiatdetektor eines Marktplatzes gewarnt, dass Phils neu veröffentlichte Zeichnung 99 Prozent ähnlich zu einer Zeichnung ist, die zuvor von Tobi gepostet wurde. Der Marktplatz, dem die beiden angehören, verlangt, dass jede Ähnlichkeit über 85 Prozent automatisch von allen Marktteilnehmern angefochten und zur Abstimmung gebracht wird. Marktplatz-Mitglieder können in solchen Fällen darüber abstimmen, ob sie glauben, dass Phil Tobis Zeichnung plagiiert hat. Wenn die Mehrheit der abgegebenen Stimmen glaubt, dass die Zeichnung plagiiert wurde, verfallen Phils Token-Anteile, die wiederum an die Mitglieder verteilt werden, die mit der Mehrheit stimmten. Marktplatz-Mitgliedern wird ein Anreiz gegeben, korrekt abzustimmen, um einen qualitativ hochwertigen Marktplatz zu erhalten und den Wert ihrer Token zu steigern.

Qualitätssicherung

Phil schließt sich einem Marktplatz an, der hochauflösende Webcomics kuratiert. Auf diesem Marktplatz wird in den Regeln festgelegt, dass Tobi das einzige Mitglied der Wählerschaft ist. Phil beschließt, einen Webcomic auf dem Marktplatz zu veröffentlichen. Doch Tobi bemerkt bei dieser Veröffentlichung einen qualitativen Unterschied zu den bisher eingereichten Werken andere und kommt zu dem Schluss, dass Phil mit seinem Beitrag gegen die Regeln des Marktes verstößt. Tobi informiert Phil darüber und da er das einzige Mitglied der Wählerschaft ist, benötigt Tobi auch keine weitere Genehmigung, um Phils Webcomic direkt entfernen und seinen eingezahlten Token-Anteil konfiszieren zu können. In diesem Fall wird Tobi dazu ermutigt, ein „fairer“ Autokrat zu sein, der die Qualität des Marktes sichert und damit zukünftige Einreichungen fördert.

Beispiel einer Implementierung von Po.et auf unserer Website